Jeder Patient bekommt eine auf Ihn individuell abgestimmte Therapie. Im Vordergrund steht die Schmerzlinderung (im besten Fall Schmerzfreiheit) und Erhaltung bzw. Verbesserung der Lebensqualität durch physiotherapeutische Maßnahmen. Auch bei psychischen Problemen ist die Pferdephysiotherapie sehr wohltuend und förderlich. 

Schmerzlinderung, Mobilisation und Muskelaufbau:

 

      Befundung

  • Therapeutischer Palpationscheck / Gesundheitscheck
    Diese Untersuchung beinhaltet:
    · Profilanalyse (visuelle Beurteilung)
    · Palpationsanalyse (manuelle Beurteilung)
    · Ausrüstungsanalyse (es werden alle gewünschten  “Kleidungsstücke“ des Pferdes beurteilt und die Maulhöhle   analysiert, um evtl. Probleme mit dem Gebiss analysieren zu können)
  • Ganganalyse (Beurteilung des Bewegungsablaufes)

 

      Behandlungen

  • Die Massage ist eine mechanische Manipulation zur Erwärmung der Körperoberfläche durch rhythmischen Druck zum Zwecke der Gesundheit und des Wohlbefindens. Das Gewebe wird weicher und nachgiebiger, das Pferd entspannt sich und verbessert dadurch u.a. seine Losgelassenheit in der Bewegung. Muskeln ermöglichen überhaupt erst Bewegung und stellen daher auch eine der Hauptursachen von Bewegungsstörungen dar. Leider wird das Muskelsystem häufig vernachlässigt, obwohl es ca. 60 % des Gesamtkörpergewichts eines Pferdes ausmacht.
  • Die Entspannungstherapie wird bei nervösen und angespannten Pferden angewandt. Ebenfalls sehr wirkungsvoll bei Pferden, welche regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen oder starken Belastungen ausgesetzt sind. Die Behandlung wird auf das Befinden des Pferdes abgestimmt. 
  • Die Stresspunkttherapie/ Triggerpunktbehandlung ist nachweisbar eine sehr wirkungsvolle Methode der Muskelproblembehandlung, bei der die Durchblutung angeregt und gezielt die Verspannung im Muskel gelöst wird. Sie dient zur Steigerung des Wohlbefindens und der Beweglichkeit- so bleibt auch eine Verbesserung der Leistung nicht aus.
  • Bei der aktiven Mobilisation finden bewusste und aktive Muskelkontraktionen statt, um eine bestimmte Bewegung auszuführen, ohne den Bewegungsspielraum dabei zu überschreiten. Aktive Mobilisation geschieht immer in der Bewegung, wobei das Pferd eigene Kraft aufbringt. Die passive Mobilisation hingegen findet immer in einer Ruhestellung, in der das Pferd keine eigene Kraft anwendet, statt. Diese passiven Übungen erhöhen die Dehnungsfähigkeit von Muskeln, Sehnen und Bändern.
  • Beim passiven Bewegen finden Bewegungen der Gelenke durch den Therapeuten statt, wobei der Hund sich in entspannter Seitenlage befindet. Es wird die Gelenkbeweglichkeit erhöht bzw. wiedererlangt, Schmerzen werden gelindert, die Gelenkkapsel wird gedehnt und die Produktion von Gelenkflüssigkeit wird angeregt
  • Eine Muskeldehnung wird durchgeführt, wenn die Gelenkbeweglichkeit durch verkürzte Muskulatur eingeschränkt ist. Auch vor und nach Trainingseinheiten und Wettkämpfen ist es sinnvoll Dehnungen durchzuführen. Dadurch wird die Muskulatur vorgewärmt und das Verletzungsrisiko vermindert.
  • Es werden in der Gerätetherapie verschiedene Geräte u.a. zur Schmerzlinderung und zur Beschleunigung von Heilungsprozessen eingesetzt. Mit der Magnetfeld-, Matrix- Rhythmus-, und Ultraschallwellentherapie sind erstaunliche Erfolge zu erzielen
  • Die Dorntherapie ist eine sanfte, manuelle Behandlungsmethode an   der Wirbelsäule, dem Becken und Gelenken, bei der die Statik des       Körpers wieder harmonisch einggestellt wird.
  • Bei der Blutegeltherapie erzielt häufig schon das einmalige setzen der Egel erstaunliche Erfolge. Diese Methode wird in der Regel sehr gut vom Tier akzeptiert. Es werden aus hygienischen Gründen ausschließlich "frische" Blutegel verwendet- sie sind hilfreiche bei Arthrosen, Bänder- und Sehnenproblemen, Hämatomen uvm.
  • Es kann mit den verschiedensten therapeutischen Wickeln (Heißwasserwickel, Eiswasserwickel, Quarkwickel, Essigwickel, Arnikawickel, Kartoffelwickel, Ringelblumenwickel, Kohlwickel, Zwiebelwickel und Ölwickel) Schmerzlinderung, Entzündungshemmung, Abschwellung uvm. erreicht werden.
  • Wärme- und Kältetherapie - Die Wärmetherapie wird z. B. bei Muskelverspannungen mittels Solarium, Wärmflaschen oder auch heißer Rolle eingesetzt. Die Kältetherapie wird z.B. bei Entzündungen oder Verbrennungen mittels Eispack oder Eiswasser eingesetzt.

      

      Ziele

  • Ursachenbehandlungen von Muskel-, Sehnen-, Rückenproblemen
  • Prophylaxe zur Gesunderhaltung und Unfallverhütung
  • Leistungssteigerung und -erhaltung